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Die Auswirkungen der Wechseljahre auf den Körper

Häufig verbindet man Wechseljahre mit dem Ausbleiben der Regelblutung (Periode). Durch das Aufheben der Fortpflanzungsfähigkeit verändern sich aber auch viele andere Vorgänge im Körper.

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Auswirkungen

Die Wechseljahre sind ein normaler physiologischer Umstellungsprozess im Leben eines jeden Menschen. Sie als Krankheit zu bezeichnen oder so zu betrachten, ist grundlegend falsch, auch wenn in dieser Zeit Beschwerden auftreten können, die in ihrer Schwere durchaus Krankheitswert besitzen.

Die Auswirkungen der Wechseljahre sind an einen relativen Östrogenmangel gekoppelt, der bei allen Frauen gleiche Folgen hat:

Regelblutung / Aussetzen der Periode

Die Wechseljahres-Umstellung bewirkt bei manchen Frauen einen Wegfall von Beschwerden und Erkrankungen, die direkt mit dem weiblichen Zyklus zusammen hängen. Ein Beispiel ist die überschiessende Bildung von Schleimhaut in der Gebärmutter (Endometriose), im weiteren die Schmerzen oder Heisshungerattacken vor der Menstruation (prämenstruelle Syndrom). Auch gutartige Knoten in der Gebärmutterschleimhaut (Myome), schrumpfen oft in den Wechseljahren, da ihr Wachstum östrogenabhängig ist.

Fettstoffwechsel und Herzinfarktrisiko

Östrogene spielen beim Fettstoffwechsel eine Rolle. Östrogene haben einen gefäßschützenden Effekt, weil sie den Anteil des HDL-Cholesterins erhöhen. HDL (High Density Lipoprotein) nimmt überschüssiges Cholesterin in Blutgefäßen auf und transportiert es von den Geweben zur Leber zurück. HDL kann dabei auch Cholesterin aus bestehenden Ablagerungen in den Gefässwänden (Plaques) aufnehmen. Im Gegensatz dazu kann das LDL Lipoprotein (Light Density Lipoprotein) überschüssiges Cholesterin in das Blut abgeben, so dass es sich in den Gefäßwänden ablagern kann. Ein hoher Anteil an HDL ist ein wichtiger Schutz gegen Gefässverkalkung und Herzinfarkt. Untersuchungen belegen, dass vor den Wechseljahren der Anteil der Frauen, die einen Herzinfarkt erleiden, sehr viel niedriger ist, als der der Männer. Nach den Wechseljahren gleichen sich die Zahlen an. Leider hat eine Hormongabe (Oestrogen und Gestagen) in den Wechseljahren keinen positiven Effekt auf das Herzinfarktrisiko gezeigt. Hingegen hat eine Studie von 2763 untersuchten Frauen (HERS- Studie) mit Herzkranzgefässveränderungen gezeigt, das die Hormontherapie sogar ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt mit sich bringt. Eine alleinige Oestrogengabe zeigte keine Unterschiede zu nicht behandelten Frauen. Eine Hormongabe zur Verhinderung (Prophylaxe) eines Herzinfarktes ist also nicht zu empfehlen.

Fragen zu Regelblutung, Periode und Auswirkungen der Wechseljahre
auf den Körper

Meine Regelblutungen setzen in der letzten Zeit aus. Ich bin 52 Jahre alt. Bin ich nun in den Wechseljahren?

Antwort: Wahrscheinlich ja. Den genauen Zeitpunkt des Einsetzens der Menopause kann man nur rückwirkend beurteilen. Wenn 12 Monate lang keine Blutungen mehr aufgetreten sind, ist die letzte Blutung der Zeitpunkt der Menopause. Wenn es unregelmässige Blutungen sind (3 Monate Pause, dann wieder eine Blutung) sind Sie in der Phase des Übergangs zur Abänderung (Menopause). Trotzdem kann ein einmaliges Ausbleiben der Blutung bei einer sexuell aktiven Frau auch mit 52 Jahren noch eine Schwangerschaft bedeuten. In diesem Fall hilft ein Schwangerschaftstest weiter.

Meine Periode hat eine längere Zeit ausgesetzt. Ich freute mich schon dass es nun vorbei ist und dachte es hat was mit den Wechseljahren zu tun. Nun hat die Mens aber wieder normal eingesetzt. Ist das für die Wechseljahre normal oder hat das eine andere Bedeutung?

Antwort. Ja, das ist für die Phase vor der eigentlichen Menopause (vollständiges Pausieren oder Aussetzen der Periode) normal. Aufgrund der Hormonschwankungen des Progesterons und des im Vergleich dazu eher hohen Estradiols im Blut kommt es zu den unregelmässigen Menstruations-zyklen. Diese Phase kann 1-2 Jahre vor der eigentlichen Menopause auftreten. Gerade jetzt sollten Sie Ihre Gebärmutter mindestens alle Jahre einmal von Ihrer Frauenärztin oder Frauenarzt untersuchen lassen, da in dieser Phase auch übermässiges Wachstum der Schleimhaut mit einem erhöhten Krebsrisiko auftreten kann.


Dr. med. Elke Hauser
praktischer Arzt FMH
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